Tierschutzverein Wasgau e.V.

Tierfreunde helfen Nutztieren

TSV Logo kurz

Besucher seit 03.10.2016
035840
HeuteHeute88
GesternGestern112
Diese WocheDiese Woche88
Diesen MonatDiesen Monat1951
IP 54.162.121.80
Mitglieder online 0
Besucher online 16
  • Zuletzt aktualisiert am: 20. April 2018

Mitglied werden

Patenschaft 1

Spende

Bundesverband Tierschutz e.V. Logo

logo theysohn

NetxpVerein

Bankkonto:
Sparkasse Südliche Weinstraße (SÜW)
IBAN: DE72 5485 0010 1700 1224 25
BIC: SOLADES1SUW

Der schnell einberufene Ältestenrat der Schafe war ausnahmsweise einmal ratlos; in den zweifelnden Gesichtern stand deutlich geschrieben: Was um Gottes Willen ist denn das? Etwa einer von uns?

Im Laufe ihres Lebens auf dem Gnadenhof hatten sie ja schon viele Wesen kommen und gehen sehen, aber das hier ...

Und in der Tat mutet das "Subjekt" etwas seltsam an.

Die Erklärung ist aber simpel: Toni, unsere gute Ziegenseele auf dem Hof, trägt ein Mäntelchen, das Tina und Karin ihm angesichts des plötzlichen Kälteeinbruchs am Samstag schnell noch genäht haben. Er hat wegen seines hohen Alters leider nicht mehr so viel Muskulatur und Fett auf den Rippen wie ein junges Tier.

Toni ist vermutlich unser ältester Ziegenbock auf dem Hof und erfährt von daher auch unsere besondere Zuwendung. Erst vor kurzem hat Toni seinen langjährigen treuen Begleiter Goldie verloren.

Wir wünschen Toni noch ein langes und schönes Leben.

Tonis neues Maentelchen

 

Wer jetzt noch keine Zuwendungsbestätigung für 2017 erhalten hat, sollte sich umgehend unter Angabe seiner vollständigen Adresse an uns wenden.

Beachten Sie bitte, dass für Einzelüberweisungen <= 200,00 € keine Zuwendungsbestätigung erforderlich ist, selbst dann nicht, wenn Sie mehrfach im Jahr diese Summe gespendet haben. Es kommt lediglich auf die Höhe der Einzelüberweisung an, die 200,00 € nicht überschreiten darf. In diesem Fall können Sie die Spende gegenüber Ihrem Finanzamt durch einen einfachen Zahlungsbeleg nachweisen.

Seit 2017 stellen wir die Zuwendungsbestätigungen maschinell aus und versenden diese ggf. elektronisch per E-Mail oder anderen dafür geeigneten Verfahren. Grundlage dafür ist ein Erlass des Bundesministeriums der Finanzen aus dem Jahr 2017 (BMF, Schreiben v. 6.2.2017, IV C 4 – S 2223/0012). Der Verwaltungsanweisung R 10b 1 Abs. 4 EStR folgend, haben wir das Verfahren gegenüber dem Finanzamt Pirmasens angezeigt.

Was die Sicherheit des Verfahrens anbelangt, sind wir weit über die rechtlichen Erfordernisse hinausgegangen. Unsere ausschließlich nur noch maschinell erzeugten Zuwendungsbestätigungen werden von uns qualifiziert elektronisch signiert (QES) und mit einem qualifizierten Zeitstempel versehen. Zudem sind unsere elektronischen Dokumente mit AES-128-Bit verschlüsselt und gegen Manipulationen abgesichert. Wir verwahren die elektronischen Dokumente zehn (10) Jahre auf, um die Authentizität der den Finanzämtern vorgelegten Zuwendungsbestätigungen jederzeit für die Finanzbehörden nachprüfbar zu halten.

Ziegenunterkunft

So sieht sie jetzt in fertigem Zustand aus, unsere neue Ziegenunterkunft.

Wir haben uns wirklich alle Mühe gegeben, den Ziegen ein trockenes, helles und gemütliches Plätzchen zu schaffen.

Dazu war viel Detailarbeit notwendig. Jetzt sind wir ganz glücklich und die Ziegen sind es auch. Das neue Winterquartier hat bei den Ziegen deutlich weniger Haltungsprobleme ausgelöst als der inzwischen abgerissene alte Stall. Dieser war dunkel und roch, nach altem Stall eben, was die Ziegen so gar nicht mochten.

Ziegenunterkunft Seitenansicht

 So sieht das Ganze von der Seite aus.

 

Ziegenunterkunft Rückansicht

Und so von hinten. Man erkennt deutlich den Wasserfang, der das Ansammeln des von den Zeltdächern ablaufenden Regenwassers zwischen den Weidezelten wirksam verhindert. Ebenso erkennt man die Holzverschalung, mit der wir die Weidezelte zum Boden hin zusätzlich abgedichtet haben.

Nächstes Ziel, das wir in Angriff nehmen wollen: Wir beabsichtigen, einen zusätzlichen Winterauslauf für die Ziegen auf dem freien Gelände hinter den Weidezelten zu schaffen. Dort soll es dann auch Klettermöglichkeiten geben. Den seitlichen Auslauf haben wir bei der bereits errichteten Umzäunung schon mit eingeplant.

An dieser Stelle nochmals einen ganz herzlichen Dank an die Daniel-Theysohn-Stiftung aus Ludwigswinkel, die uns den Großteil der Ziegennotunterkunft gesponsert hat.

 

Vor ein paar Wochen sind fünf starke Männer der Kichbergwerkstatt (www.kirchbergwerkstatt.de) angerückt und haben uns kurzerhand das Fundament für unsere Ziegen-Notunterkunft erstellt. Da war zunächst Erdaushub zu bewältigen, dann musste Schotter aufgebracht werden. Zweimal rückten die tapferen Schneiderlein für jeweils rund vier Stunden an, dann war die Arbeit erledigt. Das war eine stolze Leistung, denn wir hatten für den Fall, dass wir selbst hätten Hand anlegen müssen, mehrere Mann/Frau-Tage einkalkuliert.
 
Wie schon berichtet war das die Grundlage dafür, dass es den Ziegen jetzt in den neuen Unterkünften ersichtlich gut geht.
Ganz herzlichen Dank an das Kirchbergwerkstatt-Team, insbesondere an Herrn Löwe, der das Ganze organisiert hat. Ihr dürft gerne wiederkommen!
 
 
 
Hier ein Auszug aus den Internetseiten der Kirchbergwerkstatt:
 
"Kirchbergwerkstatt - wer wir sind und was wir wollen:
Die Kirchbergwerkstatt ist eine gemeinnützige Einrichtung für Arbeit und Qualifizierung unter der Trägerschaft des Pfälzischen Vereins für soziale Rechtspflege Zweibrücken e.V. Der Verein fördert mit Schwerpunkt im Bereich des Landgerichts Zweibrücken die Eingliederung straffällig gewordener Menschen und betreibt gleichzeitig Kriminalitätsprophylaxe, indem er versucht dazu beizutragen und Verhältnisse zu schaffen, in denen die Entstehung von Kriminalität verhindert oder die Folgen von Kriminalität ausgeglichen werden. Arbeitsmarktpolitische Maßnahmen sind ein wesentlicher Bestandteil des satzungsgemäßen Maßnahmenkatalogs zur Verwirklichung des Vereinszwecks, da durch sie die berufliche und gesellschaftliche Wiedereingliederung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer gefördert wird. Durch die gleichzeitige Stärkung der Persönlichkeit und des sozialen Wertebewußtseins sollen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu einer eigenverantwortlichen Lebensführung befähigt werden. Der Verein ist Mitglied im Pfälzischen Verband für soziale Rechtspflege e.V. und im Deutschen paritätischen Wohlfahrtsverband."
 

Heute wurde es turbulent auf dem Hof. Sven hatte sich zur Klauenpflege angesagt. Bevor er eintraf, mussten wir alle Schafe und Ziegen einsperren, damit Sven sich nicht auch noch mit dem Einfangen der Tiere aufhalten musste. Das alles geschah unter erschwerten Bedingungen, denn unser "Hüter des Hofes" Michael war diesmal nicht dabei. Dennoch haben wir uns tapfer geschlagen. Ganz lieben Dank an Inge, Franzi, Birgit, Ullrich, Paul und Rainer, die mitgeholfen haben. Und natürlich geht ein großer Dank auch an Sven, den Schäfer, ohne den wir auf weiter Flur verloren gewesen wären.

Das Einpferchen der Schafe und Ziegen mutet dem Unerfahrenen wohl einfacher an, als es in Wirklichkeit ist. Es bedarf großer Phantasie und einiger Tricks, um die Tiere dorthin zu bringen, wo man sie inhaben will.

Zunächst war vorgesehen, Sven im Rinderzelt arbeiten zu lassen und die Tiere in das benachbarte große Nebenzelt einzusperren. Michael hatte in der Woche dankenswerterweise schon die Umzäunung für die Notunterkunft unserer Ziegen fertiggestellt und bereits in alle vier Zelte Stroh eingebracht. Da lag es nahe, schnell noch den Rindermulch auf die Lauffläche aufzubringen, bevor Sven eintreffen würde. Gesagt, getan, wir haben heftig geschwitzt, aber wir haben es tatsächlich hinbekommen: Eine hohe Schicht Rindenmulch war zeitig auf die Paddockplatten vor den Zelten aufgebracht. Obwohl noch etwas Feinschliff an den Zelten erforderlich ist, stand dem Umzug der Ziegen in ihr neues Heim nun nichts mehr im Weg. Was lag also näher, die Ziegen in die neue Behausung zu locken und die Klauen dann gleich dort zu schneiden.

Genau so haben wir es dann auch gemacht, und es sollte sich als eine gute Idee herausstellen. Jeweils eine kleine Gruppe von Ziegen wurde in eines der neuen Zelte eingesperrt und dann dort auch gleich behandelt. Der entscheidende Vorteil an diesem Vorgehen war, dass die Ziegen mit ihren geschnittenen Klauen anschließend nicht mehr durch Matsch und Dreck mussten, sondern gleich vor Ort auf dem sauberen Stroh und Rindermulch verbleiben konnten.

Und das taten sie gerne. Man merkte den Ziegen deutlich an, dass sie mit ihrem neuen Zuhause sehr zufrieden waren. Es gab kein großes Gemeckere und man ließ sich das von uns eingebrachte gut riechende Heu genüsslich schmecken. Und auch die Schafe waren voller Freude - endlich waren sie das Gemeckere los. Und was noch viel besser ist - jetzt haben sie das große Weidezelt ganz für sich.

Ein rundum gelungener Tag, alle waren zufrieden.

 

Die Weidezelte für die Notunterkunft unserer Ziegen sind jetzt fast fertiggestellt. Der Aufbau dauert nun allerdings schon viel länger, als wir zunächst dachten. An zwei Zelten fehlen noch die Abdichtungen zwischen Zeltwand und Boden, für die wir noch gut erhaltene Bretter des alten Stalls verwenden.

Danach kommt eine dicke Schicht Stroh auf die in den Zelten liegenden Paddockplatten, die Paddockplatten vor den Zelten werden dagegen großzügig mit Rindenmulch bedeckt.

Schlußendlich muss auch die Umzäunung, die den Freilauf der Tiere umgibt, noch fertiggestellt und stabilisiert werden, damit sie dem Ansturm der Ziegen auch gewachsen ist.

In spätestens zwei Wochen muss das alles fertig sein und die Ziegen ihr neues Zuhause bezogen haben.

Der Winter soll hart werden ...

Am Samstag haben wir mit vereinten Kräften unsere Arbeit an der Ziegen-Notunterkunft fortgesetzt.

Trotz des miserablen Wetters am Vormittag und der schlechten Wetterprognose trauten wir uns auf den Gnadenhof. Unser Mut wurde vom Wettergott belohnt: Es regnete nicht nur nicht, nein, es gab über Stunden sogar blauen Himmel. Das hatten wir so nun gar nicht erwartet!

Da wir aus den Fehlern beim Weidezeltaufbau in der Vorwoche gelernt hatten, ging uns nun der Aufbau der restlichen Zelte zügig von der Hand. Gerade hatten wir eine der Zeltplanen aufgezogen, da kam eine Windböe und holte die noch unbefestigte Plane mit brachialer Gewalt wieder runter. Na prima! Lakonische Bemerkung von Bernhard: Mit Wind fahren auch Segelschiffe auf unseren Ozeanen um die Welt. Wie recht er da hat!

Unsere beiden Turteltäubchen Toni und Goldie hatten uns unterdessen interessiert bei der Arbeit zugeschaut. Kaum hatten wir ihnen den Rücken zugekehrt, drangen die beiden in eines der mittleren Zelte ein und besetzten es kurzerhand. Recht haben sie ja, die beiden - der Wohnraum ist knapp und um die schönste Wohnung zu erhalten, muss man sich eben behaupten ...

Als dann gegen 16:30 Uhr der lang angekündigte und von uns auch befürchtete heftige Nachmittagsregen einsetzte, waren wir mit dem Aufbau leider immer noch nicht ganz fertig. Bei einem der Zelte stand nur das Gerüst, die Planen hätten  noch aufgezogen werden müssen. Die anwesenden Mitglieder vertagten sich dann aber kurzerhand auf den nächsten Tag, um am heiligen Sonntag dann auch noch das letzte der vier Weidezelte fertigzustellen.

Jetzt braucht es nur noch die Umzäunung um die Lauffläche, dann ist die Notunterkunft für unsere Ziegen fertig. Wir werden auch diese Aufgabe hoffentlich bald abgeschlossen haben.

Ganz herzlichen Dank an alle, die mitgewirkt haben. Das war ein super Einsatz von Euch!

 

Sechs lange Wochen hatten wir auf die Weidezelte warten müssen und waren in dieser Zeit in tiefer Sorge um unsere Ziegen, die seit dem Abriss des alten Stalls kein Dach mehr über dem Kopf haben. Das Herbstwetter droht schon seit vielen Wochen, zunehmend feuchter und kälter zu werden. Einer solchen feuchtkalten Witterung auf Dauer schutzlos ausgesetzt, hätten die Ziegen alsbald gesundheitliche Probleme zu erwarten.

Das konnten unsere Mitglieder nicht zulassen und haben die Ärmel hochgekrempelt. Von den Aktiven erschienen auf dem Hof: Tina, Willi, Karin, Ullrich, Bernhard, Michael, Birgit und Rainer, um tatkräftig mit anzupacken. Ein großer Dank geht an alle Beteiligten! Gut, dass der Verein wieder über verlässliche aktive Mitglieder verfügt, die auch gerne kommen.

Es war ein schwieriger Start, denn trotz Aufstellanleitung war uns nicht sofort klar, wie das Gestänge richtig zusammengesetzt werden muss. Aus seinen vielen Einzelteilen aufgebaut hatte so ein Weidezelt von uns bisher noch keiner.

Im ersten Überschwung wollten wir gleich zwei Zelte aufbauen, kamen aber schnell an unsere Grenzen und konzentrierten uns dann auf ein Zelt, um daran zu lernen, wie die Teile denn nun alle zusammenpassen. Daran haben wir tatsächlich mehrere Stunden herumgebastelt, so dass wir schlussendlich bei Einbruch der Dunkelheit gerade mal ein Weidezelt als Grundgerüst stehen hatten. Damit war aber das Wichtigste erreicht: Wir hatten verstanden, wie wir bei der Montage vorgehen müssen. Vermutlich werden wir die restlichen Zelte dann im nächsten Anlauf fertigstellen können.

Zum Ausgleich für die ganze Mühe hatten einige Aktive wieder Kaffee, Kuchen und Brötchen mitgebracht, Leckereien, die wir dann genüsslich verspeist haben. Es war eine sehr harmonische Stimmung unter den Aktiven, was zeigt, dass wir immer weiter zusammenwachsen. Das war nach dem Neubeginn im letzten Jahr neben dem Tierwohl eines unserer wichtigsten Ziele.

Externe Helfer sind jederzeit herzlich willkommen. Einfach anrufen oder eine E-Mail schreiben, wir freuen uns über jeden Kontakt.

 

Die Daniel-Theysohn-Stiftung mit Sitz in Ludwigswinkel hat auf ihrer Vorstandssitzung in dieser Woche die volle Finanzierung der Notunterkunft für unsere Ziegen beschlossen. Wir danken dem Vorsitzenden Herrn Gerhard Andreas und den Damen und Herren des Vorstands für diese großzügige Hilfestellung zum Wohle unserer Tiere.

Namentlich erwähnen möchten wir auch Frau Birgit Grohmann, Mitglied des Vorstands der Stiftung und 2. Vorsitzende des Tierschutzvereins Pirmasens, die sich in besonderer Weise für uns eingesetz hat.

Letztlich verdanken wir das alles aber Ruth Theysohn (1913 - 1997), Ehefrau von Daniel Theysohn, die bei Stiftungsgründung gesagt haben soll: "Vergesst mir die Tiere nicht"!

Dank der Daniel-Theysohn-Stiftung können wir nun die für den kommenden Winter dringend erforderliche Notunterkunft für unsere Ziegen realisieren.

Die Vorbereitungen dazu sind in vollem Gang, da sich der Winter unaufhörlich nähert.

Heute hatten wir einen Großeinsatz auf dem Gnadenhof. Immerhin waren zehn Helfer, zwei Kinder und drei Hunde dem Aufruf zur Mithilfe gefolgt. Das war schön, da war richtig was los. Durch das Zusammenwirken aller ging die Arbeit gut von der Hand. Das Fundament für die Paddockplatten wurde bereitet und die uns vorzeitig angelieferten Paddockplatten, danke Frau Grieser, konnten bereits vollständig verlegt werden. Besser konnte das gar nicht für uns laufen. Jetzt warten wir noch auf das Eintreffen der Weidezelte, damit wir auch diese noch aufbauen können. Dann ist das Bett für die Ziegen bereitet, der Winter kann kommen.

Nach getaner Arbeit haben wir uns trotz der bereits spürbaren Kälte auf dem Hof bei Kaffee, Kuchen und belegten Brötchen zusammengesetzt. Speis und Trank wurde von einigen Mitgliedern zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür.

Es war ein rundum gelungener Einsatz, der allen Beteiligten Spaß gemacht hat. Und die Tiere hat es gefreut, weil mal wieder was los war auf unserem Gnadenhof.

Am 15. und 16.09.2017 fand im SBK-Markt in Dahn eine Benefiz-Veranstaltung zugunsten unseres Gnadenhofs statt. Wir begleiteten die Aktion am Samstag, den 16. wie bereits berichtet mit einem Informationsstand.

Frau Schmitt, die Marktleiterin, und ihre Azubis haben insgesamt 400 Euro durch den Verkauf von Smoothies erzielt und uns den Erlös heute überreicht. Wir und vor allem die Tiere bedanken uns herzlich bei Frau Schmitt und ihrem Team für das tolle Engagement.

Auf dem Smoothie-Tisch im Eingangsbereich des Marktes war eine Spendendose deponiert, die zusätzliche 104,41 Euro einbrachte.

Eine weitere an unserem Informationsstand platzierte Spendendose enthielt noch einmal 134,40 Euro.

Wir können sehr zufrieden sein, denn das Engagement aller Beteiligten hat sich in jeder Hinsicht gelohnt. Herzlichen Dank an alle Mitwirkenden und natürlich auch an die Dahner Bevölkerung, die "ihren" Gnadenhof nicht vergessen hat.

Der SBK-Markt Dahn hatte am Freitag, den 15.09.2017 und am Samstag, den 16.09.2017 Smoothies ("Vitaminbomben") durch seine Azubis zubreiten lassen und seinen Kunden in Höhe des Markteingangs zum Kauf angeboten. Der Erlös soll unserem Gnadenhof in Dahn zugutekommen.

Wir bedanken uns sehr herzlich für diese wohlwollende Aktion des SBK-Markts Dahn und danken selbstverständlich auch den Azubis für ihre große Mühe, die sie sich erkennbar gegebene haben.

Am Samstag haben wir diese Benefiz-Aktion mit einem Info-Stand begleitet. Das Interesse war sehr groß und zeigt, wie sehr sich die Dahner ihrem Gnadenhof verbunden fühlen.

Das freut uns natürlich sehr und motiviert uns, die schwere Aufgabe anzugehen, unseren Tieren nach dem kürzlich erfolgten Abriss des alten Stalls im nächsten Jahr wieder ein Dach über dem Kopf zu errichten.

... um es mit den legendären Worten von Giovanni Trapattoni zu sagen, die er auf seiner legendären Pressekonferenz von 1998 zum Besten gab. Und - der Platz unseres ehemaligen alten Stalls ist nun „wie eine Flasche leer‟ ...

Wir haben es also endlich geschafft! Der alte Stall ist nun vollständig abgerissen. Die zeitlich begrenzte Genehmigung dieses Provisoriums war bereits Ende 2014 abgelaufen. Sowieso war die Statik des alten Stalls wegen des nach und nach recht willkürlich erweiterten Eigenbaus schon immer suspekt.

Jetzt geht es darum, einen neuen Stall zu planen, der den Bedürfnissen einer art- und tierschutzgerechten Unterbringung der Tiere auch tatsächlich gerecht wird. Die Vorbereitungen zum Stallneubau laufen bereits auf Hochtouren. Der Baubeginn kann allerdings frühestens im Frühjahr 2018 erfolgen. Bis dahin müssen die Ziegen, welche besonders empfindlich auf Nässe und Kälte reagieren, provisorisch untergebracht werden, da sie sonst in der kalten Jahreszeit gesundheitliche Probleme entwickeln.

Dies soll in vier winterfesten Weidezelten (3,6 x 4 m) geschehen, die uns die Daniel-Theysohn-Stiftung noch vor dem kommenden Winter spenden will. Der Stiftungsvorstand hat bei seinem Gnadenhofbesuch am 11.09.2017 die akute Notlage unserer Ziegen erkannt und will unbürokratisch helfen. Wir danken dem Vorstand der Daniel-Theysohn-Stiftung ausdrücklich für dessen wohlwollende Unterstützung, die zur rechten Zeit kommt.

Angeblich soll so eine Bremsenfalle ja tatsächlich wirken. Im Umkreis von 5.000 bis 10.000 qm soll sie die quälenden Bremsen deutlich reduzieren.

Wir wollten es wissen und haben unseren Tieren eine solche Bremsenfalle zur Verfügung gestellt.

Nach den Aussagen der Hersteller, aber interessanterweise auch vieler Nutzer, sollen sich die Tiere bei hohem Aufkommen der Quälgeister in der Nähe der Bremsenfalle aufhalten, um von deren Wirkung - übrigens ohne chemische Wirkstoffe - zu profitieren.

Gut - am Tag des Fotos war es bewölkt und das Bremsenaufkommen eher gering. Daher drängten sich die Tiere nicht gerade um die Bremsenfalle.

Oder haben es die Tiere noch gar nicht mitbekommen, was ihnen da an Gutem widerfährt?

Wir werden den weiteren Verlauf beobachten und berichten zu gegebener Zeit über das Ergebnis des "Experiments".

Die beste Wellness für Kühe und Rinder ist das Weiden in ihrem natürlichen Lebensraum.

Wir lehnen die ganzjährige Stallhaltung verbunden mit der Fütterung denaturierter Futtermittel bei den sogenannten Turbo-Kühen der Massentierhaltung als eine das Tierwohl missachtende fatale Fehlentwicklung in der Milchindustrie strikt ab!

Wellness für Kühe beginnt eben nicht mit der Bereitstellung eines Körper-Massage-Pinsels, wie uns manche Milchbauern allen Ernstes glauben machen wollen, um vom eigentlichen Problem abzulenken ...

Die Gesellschaft wäre gut beraten, solche Auswüchse menschlicher Unvernunft gar nicht erst zuzulassen!

Am Samstag war Sven, der Schäfer, wieder auf dem Hof. Danke Sven, denn ohne Dich könnten wir das alles gar nicht leisten!

Die Schafskälte war noch nicht ganz vorüber, da mussten unsere Schafe ihr dickes Fell bereits hergeben. Wohlweislich hatten wir die Schafe schon vorher zusammengetrieben und eingepfercht.

Die Ziegen hatten sich derweil in entferntere Regionen verdrückt - wohl gleichfalls um ihr Fell fürchtend. Mit viel Phantasie konnte man ihr hämisches Gemeckere aus allen Ecken und Enden des Gnadenhofs vernehmen, als es den Schafen dann an den Kragen ging ...

Im Gegenzug sinniert der Ältestenrat der Schafe inzwischen darüber, wie man dem ewigen Gemeckere der Ziegen beim nächsten Mal wirksam begegnen kann ...

Aeltestenrat Schafe
                          Ältestenrat der Schafe

Wir Menschen vom Gnadenhof halten uns da raus ...

 

Am Freitag, den 26.05.2017 wurde nun endlich mit dem schon seit langem geplanten Stallabriss begonnen. Die auf dem Stalldach befindlichen Eternitplatten wurden fachgerecht entfernt und vorschriftsmäßig entsorgt. Dank vieler Helfer liefen nicht nur die Arbeiten reibungsloser ab, als wir zunächst befürchtet hatten, sondern wir konnten auch die Kosten deutlich begrenzen.

Bereits am nächsten Tag begannen wir dann mit der Dachabdeckung. Unsere Helfer haben dabei gar mächtig geschwitzt. Pauls Frau hatte einen Kuchen gebacken, sodass sich die Helfer nach getaner Arbeit bei Kaffee und Kuchen entspannen konnten. Vielen Dank dafür Helga!

In den nächsten Wochen geht es mit dem Abriss Zug um Zug weiter, sodass wir unsere Ziel, den Abriss bis Ende Juni abzuschließen, vermutlich locker erreichen werden. Damit es schneller geht und es für den einzelen weniger anstrengend wird, suchen wir noch weitere Helfer. Wenn Sie also Zeit, Lust und Muße haben, dann melden Sie sich bitte bei uns. Wir freuen uns über jeden, der mit anpacken möchte.

Der alte Stall ist in die Jahre gekommen.

Als ehemals zusammengezimmerter Eigenbau von der Statik her schon immer bedenklich, bietet er nicht mehr genügend Raum, um Ziegen, Schafe, Rinder und Pferde getrennt voneinander halten zu können. Hierzu mussten wir schon in der Vergangenheit auf Weidezelte ausweichen. Aber auch die Befahrbarkeit mit dem Traktor ist nicht gegeben, sodass es genügend Gründe für einen Stallneubau gibt.

Der Abriss des alten Stalls wird in den Monaten Mai bis Juni 2017 erfolgen. Sorgen bereiten uns dabei die Eternitplatten auf dem Dach, die wegen ihres Asbestgehalts von einer Fachfirma entsorgt werden müssen.

Und das kostet ...

Damit ist der neue Stall allerdings noch nicht gebaut. Wir wollen ihn in modularer Form errichten, damit nur so viel Stall gebaut wird, wie wir gerade benötigen. Aber leider haben wir selbst dafür weder das Geld, noch haben wir bisher eine konkrete Vorstellung davon, wie wir den Stallneubau finanzieren wollen.

Da wir uns ausschließlich über Spendengelder finanzieren, stehen wir vor einer großen Herausforderung, die es nun zu meistern gilt.

Wenn Sie uns beim Abriss des alten Stalls und dem Bau des neuen Stalls helfen können und wollen, sei es durch Geldspenden, durch Sachspenden oder durch aktive Mithilfe, dann melden Sie sich bitte bei uns.

Die Tiere werden es Ihnen danken.

Eigentlich bietet der komfortable "Liegestuhl" die Möglichkeit zur völligen Entspannung - wenn man sich denn nur entspannen könnte ...

Das war am Samstag trotz Sonnenscheins offenbar nicht jedem vergönnt.

Geradezu ein Wunder, dass wenigstens wir Menschen entspannt blieben, obwohl es einen Haufen Arbeit gab: Bei 19 Ziegen und 17 Schafen waren die Klauen zu schneiden, das Entwurmungsmittel nach positiver Kotprobe oral zu applizieren und die Ohrmarken auf Vollständigkeit und Unversehrtheit hin zu kontrollieren und in einigen Fällen sogar neu zu setzen. Und das alles musste dann auch noch sorgfältig dokumentiert werden.

Sven steckte das als Profi wie immer locker weg, wir Helfer waren schlussendlich genauso fertig wie die Ziegen, nur dass wir nicht herumgemeckert haben.

Letztlich waren wir alle froh, als es endlich vorbei war und die wunderbare Stille der Natur wieder auf dem Hof Einkehr hielt.

Nicht nur in der Tierpflege, die uns natürlich das Wichtigste ist, machen wir seit Oktober 2016 deutliche Fortschritte. Wir haben uns auch den vielfältigen Belangen der Vereinsverwaltung und der Mitgliederpflege zugewandt. Aktuell haben wir unsere Mitglieder per Post und E-Mail mit neuesten Informationen über die Neuausrichtung unseres Vereins versorgt. Wir haben viele ältere Mitglieder im Verein, die wir per E-Mail oder über das Internet leider nicht erreichen können. 

Die Mitgliederstammdaten sind nun auf dem neusten Stand, viele SEPA-Mandate für den Bankeinzug der Mitgliedsbeiträge wurden eingeholt und die Rechnungen für die noch ausstehenden Mitgliedsbeiträge wurden erstellt und versandt. Der Versand der Rechnungen über die Deutsche Post kostet zwar Porto, aber das ist für die Vereinskasse immer noch günstiger, als nicht eingehende Mitgliedsbeiträge.

Alle Zuwendungsbestätigungen für Spenden über 200 € für das Jahr 2016 wurden erstellt und versandt.

Die Belegordner werden vom Kassenwart geführt und die darin abgehefteten Belege mit den Kontoauszügen abgeglichen. Damit wird es zukünftig bei den Steuererklärungen keine Verzögerungen mehr geben.

Sammelbüchsen wurden neu gestaltet und können nun auf geeignete Standorte verteilt werden.

Einen dringenden Wunsch haben wir aber noch, nämlich eine aktivere Mitwirkung der noch "passiven" Mitglieder auf unserem Gnadenhof.

Markus Guttenbacher, der langjährige 1. Vorsitzende und Gründer des Tierschutzvereins Wasgau e. V. ist mit Wirkung vom 02.02.2017 aus unserem Verein ausgetreten, nachdem er bereits am 03.10.2016 von seinem Amt als 1. Vorsitzender zurückgetreten war.

Heute an Silvester haben wir mit unseren drei "Mädels" Maja, Mariechen und Mara eine Einweihungsparty gefeiert. Eingeweiht wurde eine Tränke, die selbst bei Dauerfrost nicht mehr zufriert. Damit steht den Rindern jetzt auch bei tiefen Minustemperaturen ohne Unterbrechung Tag und Nacht Wasser zur Verfügung.

Das war notwendig geworden, da wir den Tieren seit Herbstbeginn rund um die Uhr Raufutter anbieten. Für dessen Verdauung benötigen die Rinder viel und vor allem stetig Wasser, da sie sonst Koliken entwickeln können.

Dies ist ein weiterer Beitrag zur kontinuierlichen Erhöhung des Pflegestandards für unsere Tiere. Auf dem Bild erkennt man auch sehr deutlich den enormen Vorteil der verlegten Paddockplatten: Die Rinder versinken nicht im Schlamm!

Heute am Samstag war wieder was los auf dem Gnadenhof: Als um 14.00 Uhr unser Vorstandsmitglied Sara eintraf, wurde sie bereits von drei dort parkenden Autos und fünf Personen überrascht. Familie Krämer ist dem Aufruf in unserem Rundbrief bezüglich der Spende einer Futterraufe gefolgt und ist dazu extra aus Homburg angereist. Herr Krämer hatte seine Futterraufe vor Jahren nach strengen Vorgaben selbst zusammengebaut. Und da sie nun im Hause Krämer nicht mehr gebraucht wird, haben es sich die beiden nicht nehmen lassen, die Raufe persönlich mit PKW und Anhänger vorbeizubringen. Mit Hilfe eines angebauten Schubkarrenrades lässt sich die Raufe bequem an den gewünschten Ort transportieren. Vielen lieben Dank Familie Krämer für die tolle Spende!

Herr Müller kam ebenfalls mit Anhänger an den Hof und brachte uns Material zum Abdichten der Ställe. Vielen Dank auch Ihnen Herr Müller!

Frau Weidenmaier, die durch den vor kurzem in der Rheinpfalz veröffentlichten Zeitungsartikel auf unseren Gnadenhof aufmerksam wurde, kam mit ihrem Mann vorbei, um sich als zukünftige Helferin von dem Hof mal ein Bild zu machen.

Mittlerweile traf auch unser 2. Vorsitzener Michael Stumpf auf dem Hof ein. Nach dem gemeinsamen Ausladen der mitgebrachten Sachspenden informierte Michael die Anwesenden bei einem Rundgang über die tägliche Arbeit auf dem Gnadenhof. Oliver war mittlerweile auch da und schon in die Arbeit bei den Tiere vertieft. Die eisigen Temperaturen luden nicht sehr zum Verweilen ein, und so traten die Besucher bald ihre Heimreise und wir die Arbeit bei den Tieren an. Im Gespräch mit Frau Weidenmaier als künftige Helferin wurde noch einmal offensichtlich, dass die Beherrschung des Traktors beim Transportieren von Heu- und Strohballen zum eigenständigen Arbeiten auf dem Hof unerlässlich ist. Eine erste Fahrstunde musste Sara an diesem Tag schon nehmen - der Gnadenhof steht noch ...

Aufgrund der früh hereinbrechenden Dunkelheit und der zunehmenden Kälte erledigten wir alle Arbeiten zügig und waren froh, alsbald nach Hause fahren zu können. Am nächsten Samstag geht es dann gemeinsam weiter. Wenn Sie Lust und Muße zum Mithelfen haben, dann kommen Sie doch einfach mal vorbei. Wir würden uns sehr freuen.

 

Am 01.12.2016 fand vor dem Haupteingang des Conrad-von-Wendt-Hauses in Dahn eine Benefiz-Veranstaltung zugunsten des Tierschutzvereins Wasgau e.V. statt.

Wie uns Frau Gruhn als Organisatorin heute mitteilte, erbrachte die "Glühwein-Aktion" den beachtlichen Erlös von 340,50 €, die zwischenzeitlich auf unserem Konto eingegangen sind.

Im nächsten Jahr werden wir die Bewohner des CvW-Hauses bei Sonnenschein zu uns auf den Hof einladen, damit sie einmal hautnahen Kontakt zu den Tieren knüpfen können.

Wir danken allen Organisatoren, Hausbewohnern sowie den Dahner Bürgern sehr herzlich für diese großartige Unterstützung. Damit ist wieder ein Stück Gnadenbrot für unsere Tiere gesichert.

 

 

Unsere Henriette gastierte einige Zeit in Biedershausen, wo sie einem Ziegenbock als Beistellziege diente. Dessen Besitzer wollen keine Ziegen mehr halten, weshalb sie ihrem letzten verbliebenen Ziegenbock keine weiteren eigenen Ziegen mehr zugesellen wollten. Nur deshalb hatten wir Henriette als Gesellschafterin vorübergehend dorthin ausgeliehen. Nach dem Tod des Ziegenbocks kam sie heute gut erholt und äußerst gepflegt wieder auf unseren Gnadenhof zurück. So war es damals auch vertraglich vereinbart worden.

Willkommen Henriette!

Wer möchte für dieses liebenswerte Wesen eine Tierpatenschaft übernehmen?

Was ist eine Tierpatenschaft?

Leider hat unser guter Elvis nach der Klauenpflege eine massive Klauenentzündung entwickelt. Dr. Graebenteich hatte alle Hände voll zu tun, den Entzündungsherd freizulegen und das Bein zu verbinden. Der Verband muss jetzt alle zwei Tage gewechselt werden. Natürlich darf Elvis momentan nicht mehr frei herumlaufen, da die betroffene Klaue trocken gehalten werden muss. Zum Schluss bekam Elvis noch ein Breitbandantibiotikum mit Depotwirkung gespritzt, welches nun seine Wirkung über mehrere Tage entfaltet.

Hilde war beim Anblick des Tierarztes augenblicklich genesen... Vermutlich hatte sie tatsächlich nur eine akute Verstauchung. Dr. Graebenteich konnte nichts für sie tun.

Unser guter Toni dagegen musste sich einer sehr unangenehmen Zahnbehandlung unterziehen, denn da wurde kräftig gefeilt. Die Zähne hatten sehr unschöne Haken entwickelt, welche ihm ins Zahnfleisch drückten. Pferde entwicklen so etwas sehr häufig, weshalb deren Zähne regelmäßig überprüft werden müssen. Bei Ziegen und Schafen ist das ungleich seltener. Deshalb konnte Toni auch kein Heu mehr zwischen den Zähnen zermalmen. Kein Wunder, dass er langsam aber sicher vom Fleisch abfiel. Der arme Kerl! Und so ist auch zu erklären, dass er wie besessen über die in Wasser aufgelösten Heucops herfiel, die er dann ja nur noch runterschlucken musste.

Dieses Beispiel zeigt, wie aufmerksam man seine Tiere beobachten muss. Das geht auch nur dann, wenn man ihnen den erforderlichen Respekt und die entsprechende Liebe entgegenbringt.

 

Bei 38 Tieren auf dem Gnadenhof bleiben die Patienten natürlich nicht aus. Unser Schafbock Elvis hinkt. Die erste Inspektion ergab einen entzündeten Handwurzelknochen rechts. Vor etwa drei Wochen wurde bei allen Tieren die Klauenpflege durchgeführt. Da war noch alles in bester Ordnung. Die Erfahrung zeigt, dass solche Entzündungen in Einzelfällen nach dem Klauenschneiden auftreten können.

Inzwischen hinkt aber auch unsere Ziege Hilde. Bei ihr vermuten wir eine Verstauchung.

Unser Ziegenbock Toni wiederum hat nicht genug auf den Rippen. Seit wir ihm Heucops füttern, die er geradezu verschlingt, hat er tatsächlich schon etwas zugelegt.

Da Dr. Graebenteich die Patienten am Freitag besucht, kann er sich auch gleich mal Toni ansehen. Eine Untersuchung des Tierbestands auf Parasitenbefall war sowieso für Freitag vorgesehen.

In der Neuausrichtung des Vereins haben wir das Tierwohl ganz oben angesiedelt, was für einen Tierschutzverein eigentlich auch selbstverständlich sein sollte.

16 große Heuballen in gerade einmal einem Monat verdrückt - mein liebes Rind kann man da nur sagen ...

Eigentlich wollten wir mit dieser Heumenge acht Wochen überbrücken. Nun hat es gerade einmal für vier Wochen gereicht. Gut, es ist Herbst und der Bedarf in dieser Jahreszeit damit naturgemäß höher als im Sommer, wenn die Tiere viel frisches Gras vorfinden. Aber der hauptsächliche Mehrverbrauch ist wohl unserer Strategieänderung zuzuschreiben. Wir bieten allen Tieren ab sofort im Herbst und kalten Winter Raufutter rund um die Uhr an, also ohne die früher erzwungenen Futterpausen. Das füllt die Bäuche und leert die Raufen.

Die nächsten 18 Heuballen sind bereits bestellt und werden in der nächsten Woche angeliefert. Kosten pro Ballen zwischen 45 € und 35 € je nach Qualität. Da kann sich jeder schnell selbst ausrechnen, was das wohl kostet.

Leider bleibt das Spendenaufkommen weit hinter unseren Erwartungen zurück. Wenn sich das nicht bald ändert, gehen die Tiere einer unsicheren Zukunft entgegen. Sollte unser Gnadenhof diese Entwicklung nicht überleben, müssten wir alle Tiere an andere Stellen vermitteln. Dann aber hätten wir keinen Einfluß mehr auf deren weitere Schicksale.

Dem wahren Tierschützer dreht sich bei diesem Gedanken der Magen um ...

Heuraufe2
           Aber nicht nur die Rinder haben guten Appetit ...
  (Die Pferde sind seit November nicht mehr auf dem Hof.)

Gestern Nachmittag erfolgte die Kastration unseres Schafbocks Clemens durch den Tierarzt Dr. Graebenteich aus Dahn.

Nach Sedierung und örtlicher Betäubung wurden dann die beiden Burdizzo-Zangen, welche den Samenstrang und alle Blut- und Lymphgefäße vom Hoden abklemmen, bei Clemens für zwei Minuten angelegt. Clemens zeigte keinerlei Anzeichen von Schmerz, was uns sehr erleichtert hat. Dr. Graebenteich hatte uns genau das zwar zuvor versichert, aber man weiß ja nie. Gelegentlich spielt die Natur auch schon mal verrückt.

Als Clemens nach einer Dreivierteltunde dann von alleine wieder aufstand, fiel uns endgültig ein Stein vom Herzen.

Clemens, wir wünschen dir für dein weiteres Leben alles erdenklich Gute, auch wenn du jetzt keine weiteren Nachkommen mehr zeugen kannst.

Während wir über die Behandlung von Clemens wachten, hatten wir Gelegenheit, mit Dr. Graebenteich ausführlich über das Fortbestehen des Gnadenhofs zu sprechen. Dr. Graebenteich gab zu verstehen, dass er das Fortbestehen des Gnadenhofes unter neuem Vorzeichen begrüßen würde. Aber auch eine angeschlossene Pflegestelle, in der misshandelte Tiere gesund gepflegt werden, sei für die Region Dahn sehr wichtig. Er gibt unserem ehrenamtlichen Engagement dann eine Chance, wenn es gelingt, den Gnadenhof einschließlich angeschlossener Pflegestelle mit professionellem Anspruch zu betreiben. Das A und O sei, dass die Versorgung der Tiere auf mehreren Schultern ruhe und nicht nur auf der von Michael und Paul. Das sehen wir allerdings genauso und schließen für die Zukunft daher nicht aus, Tierpfleger in Teilzeit oder später auch in Vollzeit anzustellen.

Schlussendlich hat Dr. Graebenteich noch zwei weitere Tiere begutachtet. Die vermutete Mykose bei Paty war dann glücklicherweise doch keine; Die von uns bereits im Vorfeld angedachte Behandlung der suspekten Hautstelle mit Teebaumöl wurde bejaht. Odin bekam Augensalbe, da ein Auge eine leichte Reizung aufwies. Obwohl das Augenlid des betroffenen Auges eine alte Verletzung aufweist, sei das aber kein Grund zur Sorge, da beide Augenlider einen vollständigen Lidschluss zeigen. Entwurmung war auch ein Thema. In den nächsten Tagen liefern wir Dr. Graebenteich Kotproben ab, welche sodann von ihm auf Parasiten überprüft werden. Erst danach stellt sich die Frage der Entwurmung des gesamten Tierbestands.

Abschließend erfuhren wir von Dr. Graebenteich noch viel über die Pferdehaltung. Bei vielen Pferderassen seinen die frostigen Tage für ältere Pferde problematisch. Wenn sie zu kalt stehen, müssen sie zur Wärmegewinnung ihren Stoffwechsel ankurbeln. Damit steigt der Kalorienverbrauch deutlich, die Tiere müssen erheblich mehr Futter aufnehmen. Haben sie aber gleichzeitig einen schlechten Zahnstatus, was bei alten Pferden durchaus häufiger der Fall ist, dann können sie gar nicht mehr genug Heu aufnehmen, um ihren Energeibedarf zu decken. Sie magern über Winter deutlich ab, wenn man ihnen nicht hochkalorische Ergänzungsfutter anbietet. Es sei also wichtig, Pferde im Winter so im Stall unterzubringen, dass die Temperatur im Stall etwa 10 Grad Celsius über der Außentemperatur liegt. Das sei dann optimal für die Tiere. Heute ginge die Tendenz zum Offenstall. Das habe den Nachteil, dass die klassischen Offenställe keine solche Isolierung bieten. Die klassischen Pferdeboxen dagegen bieten zwar mehr Kälteschutz, schränken dafür aber die Bewegungsfreiheit der Pferde zu sehr ein, was man durch eine Offenstallhaltung ja gerade vermeiden will. Die Ideallösung kann von daher nur ein Offenstall mit innenliegenden abgetrennten wärmeisolierten Liegebereichen sein.

Lieber Herr Dr. Graebenteich, dass war ein super Einsatz, für den wir ihnen sehr danken! Wir zählen auf Sie ...

Es war Samstag und wieder war mächtig was los auf dem Gnadenhof. Die ganze Schaf- und Ziegenschar schien in hellste Aufregung versetzt - Sven, der Schäfer, war eingetroffen und packte sein Handerkszeug für die Klauenpflege aus. Grund genug für viele Klauenträger, schnell das Weite zu suchen ...

Vorsorglich hatte Michael alle Tiere in den Stall eingesperrt. Das Gemeckere und Geblöke kann man sich gut vorstellen. Michael stand anschließend der Schweiß auf der Stirn. Aber 34 widerspenstige Gesellen müssen nun mal beherrscht werden. Sara, Astrid, Birgit, Paul und Rainer waren auch da, um sich das Geschehen aus nächster Nähe anzusehen und um zu helfen, wo immer sich dies anbot.

Die Pediküre und Maniküre lief dann erwartungsgemäß völlig problemlos ab. Sven beherrscht sein Handwerk vorzüglich. Wir sind ihm sehr dankbar, dass er so schnell Zeit für uns gefunden hat. Ganz nebenbei konnten wir viel Wertvolles über die Schaf- und Ziegenhaltung von ihm erfahren, da die Ziegen- und Schafzucht eine lange Tradition in seiner Familie hat. Sven ist ein netter Kerl und wir haben mit ihm vereinbart, dass er uns jetzt regelmäßig zweimal im Jahr zur Verfügung steht. Er ist sogar bereit, uns bei einem Problem eines einzelnen Tieres zu unterstützen und will selbst dafür auf den Hof kommen. Danke Sven!

Der Tag klang aus und die von uns so geschätzte bedächtige Ruhe kehrte auf den Hof zurück. Alle waren zufrieden.

Am Samstag war richtig was los auf dem Gnadenhof Dahn - wir hatten wieder einen Arbeitseinsatz. Zum ersten Mal dabei war Sara, über deren Erscheinen wir uns riesig gefreut haben, nicht nur, weil sie tatkräftig mit angepackt hat, sondern weil sie sich als sehr umgänglich entpuppte, ganz so, als sei sie schon immer dabei gewesen. Sara, wir zählen auf Dich ...

Neben den üblichen Aufräumarbeiten haben wir die beiden Weidezelte, eins für die Rinder und ein weiteres für die Schafe und Ziegen, winterfest gemacht, sodass alle einen weichen, trockenen Liegeplatz in der rauhen Jahreszeit haben. Der Boden ist mit Paddockgittern ausgelegt, darüber kommt jetzt noch das Stroh. Das wird kuschelig!

Den Schafen und Ziegen steht zudem noch ein Holzstall zur Verfügung, der in den nächsten drei Wochen verstärkt und winterfest gemacht wird. Die Rinder sind selbst im Winter lieber im Freien, weshalb sich vor ihrem Weidezelt eine sehr große gleichfalls mit Paddockgittern ausgelegte Liegefläche befindet. Dort im Freien sind die Rinder zumindest vor Matsch und Nässe von unten geschützt.

Ohne unseren Traktor hätten wir die Weidezelte in aufgebautem Zustand gar nicht versetzen können. Auch die riesigen Heu- und Strohballen ließen sich ohne Traktor kaum bewegen. Trotz der Unterstützung durch den Traktor mussten alle beim Versetzen der Weidezelte mit anpacken. Danach gönnten wir uns eine Pause, in der wir für unser leibliches Wohl sorgten. 

Die Tiere rund um uns herum waren ständiger Grund zur Freude und verleiteten uns oft zum Schmunzeln. Rudi und Harry, die beiden kecken und aufdringlichen Ziegenböcke, verlangten indes unsere ganze Aufmerksamkeit. Bei einbrechender Dämmerung kamen wir dann zur Ruhe und konnte einen Ort des Friedens wahrnehmen.

Arbeit ist genug da. Wir werden also auch in Zukunft um solche Arbeitseinsätze nicht herumkommen und freuen uns über jeden, der mit anpacken möchte.

Mariechen
 Mariechen, die Dritte im Bunde, lutscht derweil an ihrem Salzstein

 

Impressum | Datenschutz | Kontakt | Spenden

Copyright © 2016-2018. All Rights Reserved by

Tierschutzverein Wasgau e.V. - Waldstrasse 46 - D-76891 Bruchweiler-Bärenbach