Tierschutzverein Wasgau e.V.

Tierfreunde helfen Nutztieren

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Die beste Wellness für Kühe und Rinder ist das Weiden in ihrem natürlichen Lebensraum.

Wir lehnen die ganzjährige Stallhaltung verbunden mit der Fütterung denaturierter Futtermittel bei den sogenannten Turbo-Kühen der Massentierhaltung als eine das Tierwohl missachtende fatale Fehlentwicklung in der Milchindustrie strikt ab!

Wellness für Kühe beginnt eben nicht mit der Bereitstellung eines Körper-Massage-Pinsels, wie uns manche Milchbauern allen Ernstes glauben machen wollen, um vom eigentlichen Problem abzulenken ...

Die Gesellschaft wäre gut beraten, solche Auswüchse menschlicher Unvernunft gar nicht erst zuzulassen!

Am Samstag war Sven, der Schäfer, wieder auf dem Hof. Danke Sven, denn ohne Dich könnten wir das alles gar nicht leisten!

Die Schafskälte war noch nicht ganz vorüber, da mussten unsere Schafe ihr dickes Fell bereits hergeben. Wohlweislich hatten wir die Schafe schon vorher zusammengetrieben und eingepfercht.

Die Ziegen hatten sich derweil in entferntere Regionen verdrückt - wohl gleichfalls um ihr Fell fürchtend. Mit viel Phantasie konnte man ihr hämisches Gemeckere aus allen Ecken und Enden des Gnadenhofs vernehmen, als es den Schafen dann an den Kragen ging ...

Im Gegenzug sinniert der Ältestenrat der Schafe inzwischen darüber, wie man dem ewigen Gemeckere der Ziegen beim nächsten Mal wirksam begegnen kann ...

Aeltestenrat Schafe
                          Ältestenrat der Schafe

Wir Menschen vom Gnadenhof halten uns da raus ...

 

Am Freitag, den 26.05.2017 wurde nun endlich mit dem schon seit langem geplanten Stallabriss begonnen. Die auf dem Stalldach befindlichen Eternitplatten wurden fachgerecht entfernt und vorschriftsmäßig entsorgt. Dank vieler Helfer liefen nicht nur die Arbeiten reibungsloser ab, als wir zunächst befürchtet hatten, sondern wir konnten auch die Kosten deutlich begrenzen.

Bereits am nächsten Tag begannen wir dann mit der Dachabdeckung. Unsere Helfer haben dabei gar mächtig geschwitzt. Pauls Frau hatte einen Kuchen gebacken, sodass sich die Helfer nach getaner Arbeit bei Kaffee und Kuchen entspannen konnten. Vielen Dank dafür Helga!

In den nächsten Wochen geht es mit dem Abriss Zug um Zug weiter, sodass wir unsere Ziel, den Abriss bis Ende Juni abzuschließen, vermutlich locker erreichen werden. Damit es schneller geht und es für den einzelen weniger anstrengend wird, suchen wir noch weitere Helfer. Wenn Sie also Zeit, Lust und Muße haben, dann melden Sie sich bitte bei uns. Wir freuen uns über jeden, der mit anpacken möchte.

Der alte Stall ist in die Jahre gekommen.

Als ehemals zusammengezimmerter Eigenbau von der Statik her schon immer bedenklich, bietet er nicht mehr genügend Raum, um Ziegen, Schafe, Rinder und Pferde getrennt voneinander halten zu können. Hierzu mussten wir schon in der Vergangenheit auf Weidezelte ausweichen. Aber auch die Befahrbarkeit mit dem Traktor ist nicht gegeben, sodass es genügend Gründe für einen Stallneubau gibt.

Der Abriss des alten Stalls wird in den Monaten Mai bis Juni 2017 erfolgen. Sorgen bereiten uns dabei die Eternitplatten auf dem Dach, die wegen ihres Asbestgehalts von einer Fachfirma entsorgt werden müssen.

Und das kostet ...

Damit ist der neue Stall allerdings noch nicht gebaut. Wir wollen ihn in modularer Form errichten, damit nur so viel Stall gebaut wird, wie wir gerade benötigen. Aber leider haben wir selbst dafür weder das Geld, noch haben wir bisher eine konkrete Vorstellung davon, wie wir den Stallneubau finanzieren wollen.

Da wir uns ausschließlich über Spendengelder finanzieren, stehen wir vor einer großen Herausforderung, die es nun zu meistern gilt.

Wenn Sie uns beim Abriss des alten Stalls und dem Bau des neuen Stalls helfen können und wollen, sei es durch Geldspenden, durch Sachspenden oder durch aktive Mithilfe, dann melden Sie sich bitte bei uns.

Die Tiere werden es Ihnen danken.

Eigentlich bietet der komfortable "Liegestuhl" die Möglichkeit zur völligen Entspannung - wenn man sich denn nur entspannen könnte ...

Das war am Samstag trotz Sonnenscheins offenbar nicht jedem vergönnt.

Geradezu ein Wunder, dass wenigstens wir Menschen entspannt blieben, obwohl es einen Haufen Arbeit gab: Bei 19 Ziegen und 17 Schafen waren die Klauen zu schneiden, das Entwurmungsmittel nach positiver Kotprobe oral zu applizieren und die Ohrmarken auf Vollständigkeit und Unversehrtheit hin zu kontrollieren und in einigen Fällen sogar neu zu setzen. Und das alles musste dann auch noch sorgfältig dokumentiert werden.

Sven steckte das als Profi wie immer locker weg, wir Helfer waren schlussendlich genauso fertig wie die Ziegen, nur dass wir nicht herumgemeckert haben.

Letztlich waren wir alle froh, als es endlich vorbei war und die wunderbare Stille der Natur wieder auf dem Hof Einkehr hielt.

Nicht nur in der Tierpflege, die uns natürlich das Wichtigste ist, machen wir seit Oktober 2016 deutliche Fortschritte. Wir haben uns auch den vielfältigen Belangen der Vereinsverwaltung und der Mitgliederpflege zugewandt. Aktuell haben wir unsere Mitglieder per Post und E-Mail mit neuesten Informationen über die Neuausrichtung unseres Vereins versorgt. Wir haben viele ältere Mitglieder im Verein, die wir per E-Mail oder über das Internet leider nicht erreichen können. 

Die Mitgliederstammdaten sind nun auf dem neusten Stand, viele SEPA-Mandate für den Bankeinzug der Mitgliedsbeiträge wurden eingeholt und die Rechnungen für die noch ausstehenden Mitgliedsbeiträge wurden erstellt und versandt. Der Versand der Rechnungen über die Deutsche Post kostet zwar Porto, aber das ist für die Vereinskasse immer noch günstiger, als nicht eingehende Mitgliedsbeiträge.

Alle Zuwendungsbestätigungen für Spenden über 200 € für das Jahr 2016 wurden erstellt und versandt.

Die Belegordner werden vom Kassenwart geführt und die darin abgehefteten Belege mit den Kontoauszügen abgeglichen. Damit wird es zukünftig bei den Steuererklärungen keine Verzögerungen mehr geben.

Sammelbüchsen wurden neu gestaltet und können nun auf geeignete Standorte verteilt werden.

Einen dringenden Wunsch haben wir aber noch, nämlich eine aktivere Mitwirkung der noch "passiven" Mitglieder auf unserem Gnadenhof.

Markus Guttenbacher, der langjährige 1. Vorsitzende und Gründer des Tierschutzvereins Wasgau e. V. ist mit Wirkung vom 02.02.2017 aus unserem Verein ausgetreten, nachdem er bereits am 03.10.2016 von seinem Amt als 1. Vorsitzender zurückgetreten war.

Heute an Silvester haben wir mit unseren drei "Mädels" Maja, Mariechen und Mara eine Einweihungsparty gefeiert. Eingeweiht wurde eine Tränke, die selbst bei Dauerfrost nicht mehr zufriert. Damit steht den Rindern jetzt auch bei tiefen Minustemperaturen ohne Unterbrechung Tag und Nacht Wasser zur Verfügung.

Das war notwendig geworden, da wir den Tieren seit Herbstbeginn rund um die Uhr Raufutter anbieten. Für dessen Verdauung benötigen die Rinder viel und vor allem stetig Wasser, da sie sonst Koliken entwickeln können.

Dies ist ein weiterer Beitrag zur kontinuierlichen Erhöhung des Pflegestandards für unsere Tiere. Auf dem Bild erkennt man auch sehr deutlich den enormen Vorteil der verlegten Paddockplatten: Die Rinder versinken nicht im Schlamm!

Heute am Samstag war wieder was los auf dem Gnadenhof: Als um 14.00 Uhr unser Vorstandsmitglied Sara eintraf, wurde sie bereits von drei dort parkenden Autos und fünf Personen überrascht. Familie Krämer ist dem Aufruf in unserem Rundbrief bezüglich der Spende einer Futterraufe gefolgt und ist dazu extra aus Homburg angereist. Herr Krämer hatte seine Futterraufe vor Jahren nach strengen Vorgaben selbst zusammengebaut. Und da sie nun im Hause Krämer nicht mehr gebraucht wird, haben es sich die beiden nicht nehmen lassen, die Raufe persönlich mit PKW und Anhänger vorbeizubringen. Mit Hilfe eines angebauten Schubkarrenrades lässt sich die Raufe bequem an den gewünschten Ort transportieren. Vielen lieben Dank Familie Krämer für die tolle Spende!

Herr Müller kam ebenfalls mit Anhänger an den Hof und brachte uns Material zum Abdichten der Ställe. Vielen Dank auch Ihnen Herr Müller!

Frau Weidenmaier, die durch den vor kurzem in der Rheinpfalz veröffentlichten Zeitungsartikel auf unseren Gnadenhof aufmerksam wurde, kam mit ihrem Mann vorbei, um sich als zukünftige Helferin von dem Hof mal ein Bild zu machen.

Mittlerweile traf auch unser 2. Vorsitzener Michael Stumpf auf dem Hof ein. Nach dem gemeinsamen Ausladen der mitgebrachten Sachspenden informierte Michael die Anwesenden bei einem Rundgang über die tägliche Arbeit auf dem Gnadenhof. Oliver war mittlerweile auch da und schon in die Arbeit bei den Tiere vertieft. Die eisigen Temperaturen luden nicht sehr zum Verweilen ein, und so traten die Besucher bald ihre Heimreise und wir die Arbeit bei den Tieren an. Im Gespräch mit Frau Weidenmaier als künftige Helferin wurde noch einmal offensichtlich, dass die Beherrschung des Traktors beim Transportieren von Heu- und Strohballen zum eigenständigen Arbeiten auf dem Hof unerlässlich ist. Eine erste Fahrstunde musste Sara an diesem Tag schon nehmen - der Gnadenhof steht noch ...

Aufgrund der früh hereinbrechenden Dunkelheit und der zunehmenden Kälte erledigten wir alle Arbeiten zügig und waren froh, alsbald nach Hause fahren zu können. Am nächsten Samstag geht es dann gemeinsam weiter. Wenn Sie Lust und Muße zum Mithelfen haben, dann kommen Sie doch einfach mal vorbei. Wir würden uns sehr freuen.

 

Am 01.12.2016 fand vor dem Haupteingang des Conrad-von-Wendt-Hauses in Dahn eine Benefiz-Veranstaltung zugunsten des Tierschutzvereins Wasgau e.V. statt.

Wie uns Frau Gruhn als Organisatorin heute mitteilte, erbrachte die "Glühwein-Aktion" den beachtlichen Erlös von 340,50 €, die zwischenzeitlich auf unserem Konto eingegangen sind.

Im nächsten Jahr werden wir die Bewohner des CvW-Hauses bei Sonnenschein zu uns auf den Hof einladen, damit sie einmal hautnahen Kontakt zu den Tieren knüpfen können.

Wir danken allen Organisatoren, Hausbewohnern sowie den Dahner Bürgern sehr herzlich für diese großartige Unterstützung. Damit ist wieder ein Stück Gnadenbrot für unsere Tiere gesichert.

 

 

Unsere Henriette gastierte einige Zeit in Biedershausen, wo sie einem Ziegenbock als Beistellziege diente. Dessen Besitzer wollen keine Ziegen mehr halten, weshalb sie ihrem letzten verbliebenen Ziegenbock keine weiteren eigenen Ziegen mehr zugesellen wollten. Nur deshalb hatten wir Henriette als Gesellschafterin vorübergehend dorthin ausgeliehen. Nach dem Tod des Ziegenbocks kam sie heute gut erholt und äußerst gepflegt wieder auf unseren Gnadenhof zurück. So war es damals auch vertraglich vereinbart worden.

Willkommen Henriette!

Wer möchte für dieses liebenswerte Wesen eine Tierpatenschaft übernehmen?

Was ist eine Tierpatenschaft?

Leider hat unser guter Elvis nach der Klauenpflege eine massive Klauenentzündung entwickelt. Dr. Graebenteich hatte alle Hände voll zu tun, den Entzündungsherd freizulegen und das Bein zu verbinden. Der Verband muss jetzt alle zwei Tage gewechselt werden. Natürlich darf Elvis momentan nicht mehr frei herumlaufen, da die betroffene Klaue trocken gehalten werden muss. Zum Schluss bekam Elvis noch ein Breitbandantibiotikum mit Depotwirkung gespritzt, welches nun seine Wirkung über mehrere Tage entfaltet.

Hilde war beim Anblick des Tierarztes augenblicklich genesen... Vermutlich hatte sie tatsächlich nur eine akute Verstauchung. Dr. Graebenteich konnte nichts für sie tun.

Unser guter Toni dagegen musste sich einer sehr unangenehmen Zahnbehandlung unterziehen, denn da wurde kräftig gefeilt. Die Zähne hatten sehr unschöne Haken entwickelt, welche ihm ins Zahnfleisch drückten. Pferde entwicklen so etwas sehr häufig, weshalb deren Zähne regelmäßig überprüft werden müssen. Bei Ziegen und Schafen ist das ungleich seltener. Deshalb konnte Toni auch kein Heu mehr zwischen den Zähnen zermalmen. Kein Wunder, dass er langsam aber sicher vom Fleisch abfiel. Der arme Kerl! Und so ist auch zu erklären, dass er wie besessen über die in Wasser aufgelösten Heucops herfiel, die er dann ja nur noch runterschlucken musste.

Dieses Beispiel zeigt, wie aufmerksam man seine Tiere beobachten muss. Das geht auch nur dann, wenn man ihnen den erforderlichen Respekt und die entsprechende Liebe entgegenbringt.

 

Bei 38 Tieren auf dem Gnadenhof bleiben die Patienten natürlich nicht aus. Unser Schafbock Elvis hinkt. Die erste Inspektion ergab einen entzündeten Handwurzelknochen rechts. Vor etwa drei Wochen wurde bei allen Tieren die Klauenpflege durchgeführt. Da war noch alles in bester Ordnung. Die Erfahrung zeigt, dass solche Entzündungen in Einzelfällen nach dem Klauenschneiden auftreten können.

Inzwischen hinkt aber auch unsere Ziege Hilde. Bei ihr vermuten wir eine Verstauchung.

Unser Ziegenbock Toni wiederum hat nicht genug auf den Rippen. Seit wir ihm Heucops füttern, die er geradezu verschlingt, hat er tatsächlich schon etwas zugelegt.

Da Dr. Graebenteich die Patienten am Freitag besucht, kann er sich auch gleich mal Toni ansehen. Eine Untersuchung des Tierbestands auf Parasitenbefall war sowieso für Freitag vorgesehen.

In der Neuausrichtung des Vereins haben wir das Tierwohl ganz oben angesiedelt, was für einen Tierschutzverein eigentlich auch selbstverständlich sein sollte.

16 große Heuballen in gerade einmal einem Monat verdrückt - mein liebes Rind kann man da nur sagen ...

Eigentlich wollten wir mit dieser Heumenge acht Wochen überbrücken. Nun hat es gerade einmal für vier Wochen gereicht. Gut, es ist Herbst und der Bedarf in dieser Jahreszeit damit naturgemäß höher als im Sommer, wenn die Tiere viel frisches Gras vorfinden. Aber der hauptsächliche Mehrverbrauch ist wohl unserer Strategieänderung zuzuschreiben. Wir bieten allen Tieren ab sofort im Herbst und kalten Winter Raufutter rund um die Uhr an, also ohne die früher erzwungenen Futterpausen. Das füllt die Bäuche und leert die Raufen.

Die nächsten 18 Heuballen sind bereits bestellt und werden in der nächsten Woche angeliefert. Kosten pro Ballen zwischen 45 € und 35 € je nach Qualität. Da kann sich jeder schnell selbst ausrechnen, was das wohl kostet.

Leider bleibt das Spendenaufkommen weit hinter unseren Erwartungen zurück. Wenn sich das nicht bald ändert, gehen die Tiere einer unsicheren Zukunft entgegen. Sollte unser Gnadenhof diese Entwicklung nicht überleben, müssten wir alle Tiere an andere Stellen vermitteln. Dann aber hätten wir keinen Einfluß mehr auf deren weitere Schicksale.

Dem wahren Tierschützer dreht sich bei diesem Gedanken der Magen um ...

Heuraufe2
           Aber nicht nur die Rinder haben guten Appetit ...
  (Die Pferde sind seit November nicht mehr auf dem Hof.)

Gestern Nachmittag erfolgte die Kastration unseres Schafbocks Clemens durch den Tierarzt Dr. Graebenteich aus Dahn.

Nach Sedierung und örtlicher Betäubung wurden dann die beiden Burdizzo-Zangen, welche den Samenstrang und alle Blut- und Lymphgefäße vom Hoden abklemmen, bei Clemens für zwei Minuten angelegt. Clemens zeigte keinerlei Anzeichen von Schmerz, was uns sehr erleichtert hat. Dr. Graebenteich hatte uns genau das zwar zuvor versichert, aber man weiß ja nie. Gelegentlich spielt die Natur auch schon mal verrückt.

Als Clemens nach einer Dreivierteltunde dann von alleine wieder aufstand, fiel uns endgültig ein Stein vom Herzen.

Clemens, wir wünschen dir für dein weiteres Leben alles erdenklich Gute, auch wenn du jetzt keine weiteren Nachkommen mehr zeugen kannst.

Während wir über die Behandlung von Clemens wachten, hatten wir Gelegenheit, mit Dr. Graebenteich ausführlich über das Fortbestehen des Gnadenhofs zu sprechen. Dr. Graebenteich gab zu verstehen, dass er das Fortbestehen des Gnadenhofes unter neuem Vorzeichen begrüßen würde. Aber auch eine angeschlossene Pflegestelle, in der misshandelte Tiere gesund gepflegt werden, sei für die Region Dahn sehr wichtig. Er gibt unserem ehrenamtlichen Engagement dann eine Chance, wenn es gelingt, den Gnadenhof einschließlich angeschlossener Pflegestelle mit professionellem Anspruch zu betreiben. Das A und O sei, dass die Versorgung der Tiere auf mehreren Schultern ruhe und nicht nur auf der von Michael und Paul. Das sehen wir allerdings genauso und schließen für die Zukunft daher nicht aus, Tierpfleger in Teilzeit oder später auch in Vollzeit anzustellen.

Schlussendlich hat Dr. Graebenteich noch zwei weitere Tiere begutachtet. Die vermutete Mykose bei Paty war dann glücklicherweise doch keine; Die von uns bereits im Vorfeld angedachte Behandlung der suspekten Hautstelle mit Teebaumöl wurde bejaht. Odin bekam Augensalbe, da ein Auge eine leichte Reizung aufwies. Obwohl das Augenlid des betroffenen Auges eine alte Verletzung aufweist, sei das aber kein Grund zur Sorge, da beide Augenlider einen vollständigen Lidschluss zeigen. Entwurmung war auch ein Thema. In den nächsten Tagen liefern wir Dr. Graebenteich Kotproben ab, welche sodann von ihm auf Parasiten überprüft werden. Erst danach stellt sich die Frage der Entwurmung des gesamten Tierbestands.

Abschließend erfuhren wir von Dr. Graebenteich noch viel über die Pferdehaltung. Bei vielen Pferderassen seinen die frostigen Tage für ältere Pferde problematisch. Wenn sie zu kalt stehen, müssen sie zur Wärmegewinnung ihren Stoffwechsel ankurbeln. Damit steigt der Kalorienverbrauch deutlich, die Tiere müssen erheblich mehr Futter aufnehmen. Haben sie aber gleichzeitig einen schlechten Zahnstatus, was bei alten Pferden durchaus häufiger der Fall ist, dann können sie gar nicht mehr genug Heu aufnehmen, um ihren Energeibedarf zu decken. Sie magern über Winter deutlich ab, wenn man ihnen nicht hochkalorische Ergänzungsfutter anbietet. Es sei also wichtig, Pferde im Winter so im Stall unterzubringen, dass die Temperatur im Stall etwa 10 Grad Celsius über der Außentemperatur liegt. Das sei dann optimal für die Tiere. Heute ginge die Tendenz zum Offenstall. Das habe den Nachteil, dass die klassischen Offenställe keine solche Isolierung bieten. Die klassischen Pferdeboxen dagegen bieten zwar mehr Kälteschutz, schränken dafür aber die Bewegungsfreiheit der Pferde zu sehr ein, was man durch eine Offenstallhaltung ja gerade vermeiden will. Die Ideallösung kann von daher nur ein Offenstall mit innenliegenden abgetrennten wärmeisolierten Liegebereichen sein.

Lieber Herr Dr. Graebenteich, dass war ein super Einsatz, für den wir ihnen sehr danken! Wir zählen auf Sie ...

Es war Samstag und wieder war mächtig was los auf dem Gnadenhof. Die ganze Schaf- und Ziegenschar schien in hellste Aufregung versetzt - Sven, der Schäfer, war eingetroffen und packte sein Handerkszeug für die Klauenpflege aus. Grund genug für viele Klauenträger, schnell das Weite zu suchen ...

Vorsorglich hatte Michael alle Tiere in den Stall eingesperrt. Das Gemeckere und Geblöke kann man sich gut vorstellen. Michael stand anschließend der Schweiß auf der Stirn. Aber 34 widerspenstige Gesellen müssen nun mal beherrscht werden. Sara, Astrid, Birgit, Paul und Rainer waren auch da, um sich das Geschehen aus nächster Nähe anzusehen und um zu helfen, wo immer sich dies anbot.

Die Pediküre und Maniküre lief dann erwartungsgemäß völlig problemlos ab. Sven beherrscht sein Handwerk vorzüglich. Wir sind ihm sehr dankbar, dass er so schnell Zeit für uns gefunden hat. Ganz nebenbei konnten wir viel Wertvolles über die Schaf- und Ziegenhaltung von ihm erfahren, da die Ziegen- und Schafzucht eine lange Tradition in seiner Familie hat. Sven ist ein netter Kerl und wir haben mit ihm vereinbart, dass er uns jetzt regelmäßig zweimal im Jahr zur Verfügung steht. Er ist sogar bereit, uns bei einem Problem eines einzelnen Tieres zu unterstützen und will selbst dafür auf den Hof kommen. Danke Sven!

Der Tag klang aus und die von uns so geschätzte bedächtige Ruhe kehrte auf den Hof zurück. Alle waren zufrieden.

Am Samstag war richtig was los auf dem Gnadenhof Dahn - wir hatten wieder einen Arbeitseinsatz. Zum ersten Mal dabei war Sara, über deren Erscheinen wir uns riesig gefreut haben, nicht nur, weil sie tatkräftig mit angepackt hat, sondern weil sie sich als sehr umgänglich entpuppte, ganz so, als sei sie schon immer dabei gewesen. Sara, wir zählen auf Dich ...

Neben den üblichen Aufräumarbeiten haben wir die beiden Weidezelte, eins für die Rinder und ein weiteres für die Schafe und Ziegen, winterfest gemacht, sodass alle einen weichen, trockenen Liegeplatz in der rauhen Jahreszeit haben. Der Boden ist mit Paddockgittern ausgelegt, darüber kommt jetzt noch das Stroh. Das wird kuschelig!

Den Schafen und Ziegen steht zudem noch ein Holzstall zur Verfügung, der in den nächsten drei Wochen verstärkt und winterfest gemacht wird. Die Rinder sind selbst im Winter lieber im Freien, weshalb sich vor ihrem Weidezelt eine sehr große gleichfalls mit Paddockgittern ausgelegte Liegefläche befindet. Dort im Freien sind die Rinder zumindest vor Matsch und Nässe von unten geschützt.

Ohne unseren Traktor hätten wir die Weidezelte in aufgebautem Zustand gar nicht versetzen können. Auch die riesigen Heu- und Strohballen ließen sich ohne Traktor kaum bewegen. Trotz der Unterstützung durch den Traktor mussten alle beim Versetzen der Weidezelte mit anpacken. Danach gönnten wir uns eine Pause, in der wir für unser leibliches Wohl sorgten. 

Die Tiere rund um uns herum waren ständiger Grund zur Freude und verleiteten uns oft zum Schmunzeln. Rudi und Harry, die beiden kecken und aufdringlichen Ziegenböcke, verlangten indes unsere ganze Aufmerksamkeit. Bei einbrechender Dämmerung kamen wir dann zur Ruhe und konnte einen Ort des Friedens wahrnehmen.

Arbeit ist genug da. Wir werden also auch in Zukunft um solche Arbeitseinsätze nicht herumkommen und freuen uns über jeden, der mit anpacken möchte.

Mariechen
 Mariechen, die Dritte im Bunde, lutscht derweil an ihrem Salzstein

 

Unser 1. Vorsitzender sprach heute mit dem Geschäftsführer der Daniel-Theysohn-Stiftung und versicherte sich der weiteren Unterstützung durch die Stiftung.

Die Stiftung übernimmt wie schon bisher anteilig die Kosten für Tierfutter, Tierarztbehandlung und Medikamente.

Unsere Ausgabenbelastungen der letzten Jahre betrugen pro Jahr im Mittel 16.500 €, davon:

Futterkostem:  10.500 €

Tierarztkosten:  4.000 €

Medikamente:   2.000 €

Der Verein hat natürlich darüber hinaus weitere Ausgaben. Außer den Mitgliedsbeiträgen und Spenden (Patenschaften eingeschlossen) verfügt der Verein über keine weiteren Geldzuflüsse. Die Unterstützung durch die Daniel-Theysohn-Stiftung ist daher in Bezug auf die Tierschutzaufgaben des Vereins äußerst wichtig.

Wir bedanken uns bei dem Gründer Daniel Theysohn (†) und bei den heutigen Verantwortlichen der Stiftung im Namen der uns anvertrauten Tiere sehr herzlich!

Am heutigen Tag fand ein Gespräch unseres 1. Vorsitzenden mit Vertretern des Veterinäramts statt. In entspannter und freundlicher Atmosphäre stellte das Veterinäramt seine Forderungen zu einer gesetzeskonformen Nutztierhaltung vor.

Unser Verein trug glaubhaft vor, dass es ihm als Tierschutzverein selbstverständlich ausschließlich um den Tierschutz gehe und die gesetztlichen Normen für den Verein daher die Mindestanforderungen darstellen würden, die man in der Regel zu übertreffen gedenke.

Unser Vorsitzender wies darauf hin, dass man einen professionellen Neuanfang anstrebe, der allerdings Zeit zur Entwicklung brauche. Daher nehme man momentan auch keine weiteren Tiere mehr auf dem Gnadenhof auf, sondern widme sich ausschließlich den bereits vorhandenen 34 Schafen und Ziegen, drei Rindern und einem Pony. Auch die Pflegestelle sei momentan nicht in Betrieb. Zunächst müsse die Infrastruktur verbessert und ein Betriebskonzept erstellt werden. In dem Betriebskonzept soll die Weiterentwicklung des Gnadenhofs und der Pflegestelle hinsichtlich Infrastruktur, betrieblicher Abläufe und der Verantwortlichkeiten beschrieben werden. Die auf dem Gnadenhof tätigen verantwortlichen Vereinsmitglieder haben die Sachkunde in der Pflege von Nutztieren nachzuweisen. Der Verein wird den Mitgliedern den Besuch solcher Kurse, die zur Sachkundeanerkenntnis führen, ermöglichen.

Es wurde ferner vereinbart, dass bei zukünftigen geplanten Veränderungen auf dem Gnadenhof oder der Pflegestelle eine engmaschige Abstimmung mit dem Veterinäramt zum beiderseitigen Nutzen erfolgt.

Das Veterinäramt betonte ganz ausdrücklich, wie wichtig der Gnadenhof, insbesondere aber die Pflegestelle für geschundene Nutztiere in der Bedeutung für die gesamte Region sei. Die Einrichtungen des Tierschutzvereins seien daher erhaltens- und unterstützenswert.

Beide Parteien trennten sich in gegenseitigem Einvernehmen und mit hoffnungsvollen Erwartungen für die nahe Zukunft.

Wir werden ganz sicher unser Bestes geben!

Uns fällt gerade ein großer Stein vom Herzen ...

Die stationären Weidezäune stehen wieder unter Spannung.

Jetzt können wir uns in aller Ruhe der Ausbesserung der Pfosten, Isolatoren und Bänder zuwenden.

Vielen vielen Dank Michael!

Gestern wurden uns 16 große Heuballen angeliefert. Damit können wir voraussichtlich die nächsten acht Wochen überbrücken. Ohne Ihre Spenden, wäre es uns nicht möglich gewesen, das Heu einzukaufen. Wir hätten alle Tiere notvermitteln und den Gnadenhof schließen müssen. Damit wäre für die Region ein herber Verlust eingetreten, wie uns Verantwortliche inzwischen bekundet haben. Der Gnadenhof für Nutztiere ist inzwischen zu einer Institution in Dahn und weit darüber hinaus geworden. Wir sind uns unserer Verantwortung daher sehr wohl bewusst.

Die nächste sehr dringliche Aufgabe ist die Wiederherstellung der Weidezäune, damit die Tiere sicher untergebracht, aber auch vor dem Eindringen fremder Tiere (z.B. Hunde) von außen geschützt sind.

Wir wollen Ihnen die jüngste Zuschrift aus Norddeutschland, datiert auf den 23.09.2016, nicht vorenthalten. Wir erhalten solche Zuschriften immer wieder. Sie zeigen, wie schwierig es in Deutschland ist, einen freien Platz auf einem Gnadenhof für Großtiere zu finden - es ist im Grunde fast unmöglich.

Hier nun das vollständige Anschreiben, selbstverständlich anonymisiert:

"Sehr geehrte Damen und Herren,
meine Tiere sind mein Leben.
Seit mehr als 35 Jahren bin ich mit dem Hof ... verwachsen,
Als kleiner Bub habe ich die Kühe schon gemolken und versorgt. Die älteste Kuh ist 2002
geboren. Alle meine Tiere haben einen Namen und sie leben draußen auf der Weide und im Winter im Stall.
Als mein Chef verstorben ist, habe ich den Hof in seinem Sinne fortgeführt.
Eine Herzensangelegenheit ist es, einigen meiner älteren Tiere ein neues, artgerechtes
Zuhause zu suchen, um ihnen einen schönen und lohnenswerten Lebensabend zu ermöglichen.
Gerne freue ich mich über eine positive Rückmeldung.
Mit freundlichen Grüßen"

Wir mussten wegen dringend notwendiger Umstrukturierungen auf unserem Gnadenof aber auch wegen momentaner finanzieller Engpässe leider absagen ...

Das macht uns sehr traurig!

Herr Dr. med. vet. Gerhard Uwe Graebenteich aus Dahn wird unseren Gnadenhof ab sofort tierärztlich betreuen. Dazu haben wir vereinbart, dass alle auftretenden Krankheitszeichen bei den Tieren unverzüglich hinterfragt und ggf. unter Hinzuziehung des Tierarztes behandelt werden. Es besteht Einvernehmen darüber, dass es Versäumnisse in der Tierpflege nicht geben darf!

Dr. Graebenteich wird Gelegenheit haben, den Tierbestand in den nächsten Tagen zu inspizieren, da er einen Schafbock kastrieren muss.

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